geschichte wird gemacht (es geht voran)* |
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Forschungsprojekt, Werkstätten, Installation und Inszenierung zur Eröffnung der Spielzeit 2004/05 des FFT Düsseldorf |
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Spielzeiteröffnung! Am 07., 08. und 09. Oktober präsentiert das FFT einen ungewöhnlichen, ereignisreichen Theaterabend: “geschichte wird gemacht (es geht voran)” im Anbau des Wilhelm-Marx-Hauses in der Kasernenstraße. Wo? In diesem eigentümlichen Haus am Rand der Altstadt, das neben dem Amt für Grundsicherung und der VHS, zwischen Arbeiterwohlfahrt und Delikatessen-Abteilung des Carsch-Hauses, oberhalb des zum Lagerraum herabgesunkenen Kino-Saals eine Spielstätte des FFT, das Juta (“Junges Theater in der Altstadt”), beherbergt. Und zwar seit 1984 schon (Happy Birthday, altes Haus!), als die aus Nachkriegszeiten erwachsene sozio-kulturelle Mischung im alten Carsch-Haus wegen Rekommerzialisierung und U-Bahn-Bau einen neuen Ort suchte und ihn hier verpasst bekam: Hehre Ideale von “Bürger-Treffpunkt” und Begegnung der unterschiedlichen Nutzer geisterten durch die Konzepte der Architekten – typischer Fall von BRD-Utopie der 80er, möchte man meinen. Draußen saß schon die zweite Punk-Generation am Heinrich-Heine-Platz, drinnen strömten Düsseldorfer Bürger ins Kino, standen Schlange für die neueste Produktion des Senioren-Theaters oder holten sich beim Amt ihr Salär aus dem prallenSäckel des Sozialstaats. So oder so ähnlich wird’s gewesen sein. Jörg Lukas Matthaei und sein Team von Fallmanagern aus Düsseldorf und Berlin erarbeiten im Auftrag des FFT in mehrmonatigen Recherche- und Werkstattphasen eine theatrale Tiefenbohrung in installativem Setting:
Nach dem Empfang durch unser freundliches Service-Personal werden Sie, unsere Klienten, von Spezialisten der allgemeinen und persönlichen Historie geführt, die Sie sicher durch die vielfältig sich kreuzenden Linien sozialer Schichtungen und vergangener Utopien begleiten werden. Es besteht sowohl die Möglichkeit zum persönlichen Einzel-Gespräch wie zu kollektivem Zuhören und Zuschauen der Geschichten anderer, um die Karte der Stadt und den Grundriss des Hauses neu zu zeichnen. Senioren und Studenten, Sozialhilfe-Empfänger und Theater-Profis sind die Performer der theatralen Installation, in der die Grenzen zwischen Besuchern und Akteuren durchlässig werden, um sich genau in diesem Haus und genau jetzt in Düsseldorfzu verorten. Von und mit: Evelyn Arndt, Sabine Blickenstorfer, Bodo von Borries, Kristina Brons, Martin Bross, Friederike Donath, Gisela G., Klaus H., Irmgard H., Annett Hardegen, Marga Hirtz, Antje Homm, Anna Jakubowicz, Helga Jüttner, Barbara K., Eugen & Brigitte König, Inge Kollra, Anita Kuckhoff, Kamila Kurczewski, Jörg Lukas Matthaei, Hilde Nadolny-Everwyn, Corinna Nilson, Daria P., Martina R., Marika Rockstroh, Manuela S., Beate Sarrazin, Sebo, Felix Valentin, Judith van der Werff, Martin Willke, u.a. * dem gleichnamigen Song der Düsseldorfer Kombo “Fehlfarben” entliehen, von ihrer Platte “Monarchie & Alltag” (’80). Die wir hiermit, wie allen anderen ihrer Langspieler auch, zum (Wieder-)Hören wärmstens empfehlen. Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf Mit freundlicher Unetrstützung von Imperio Suprano, Ristorante Osteria AMANTI www.amanti.de Herzlichen Dank auch an MITZE Gastronomie www.mitze-online.de 07./08./09. Oktober, jeweils 19:00 Uhr, 19:30 Uhr und 20:00 Uhr, FFT Juta |
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