wir sehen uns morgen wieder beinhaltet Fernsehspiele, Übertragungen aus europäischen Hauptstädten, Unterhaltungsshows, Kindersendungen, den »Internationalen Frühschoppen«, Tiersendungen, Schauspiele, Sportberichterstattungen, Krimis, das »Wort zum Sonntag«, Testbilder und vieles mehr. Schauplätze der über 100 Programmpunkte sind das FFT Juta, das Heine Haus, die Rheinterrassen, die Rennbahn, ein Schwimmbad, Kirchen, Amtsstuben, der Fernsehturm und viele andere Orte in der Stadt.
wir sehen uns morgen wieder versammelt Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen zehn Jahren mit dem FFT zusammengearbeitet haben. Sie treten als Gastgeber, Akteure und Regisseure in Erscheinung, ebenso wie viele Düsseldorfer Persönlichkeiten aus den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Kultur, Medien, Religion und Wissenschaft sowie Zeitzeugen, die jene frühen Tage des deutschen Fernsehens noch selbst miterlebt haben. Den konzeptionellen Rahmen für wir sehen uns morgen wieder liefert New Guide to Opera. Das deutschenglische Künstlernetzwerk sucht in seinen Projekten nach Regelwerken und Partituren, die Alltagsleben und Kunst verbinden, ordnen und bestimmen. Hier nun wird das TV-Programm vom Juni 1954 zu einer solchen verbindlichen Partitur, die auf der Rückseite abgebildet ist. Produziert werden dabei »Sendungen«, die sich facettenreich zwischen Kunst und Alltagsleben bewegen.
wir sehen uns morgen wieder bietet den Beteiligten und ihrem Publikum unmittelbares Fernsehen, konsequent live und in jedem Einzelpunkt einmalig! Ein Reenactement des deutschen Fernsehens im Juni 2009 setzt sich damit über die Zwänge der politischen, ästhetischen und sozialen Verhältnisse in den 1950er Jahren hinweg. Das sich heute im Niedergang befindende Leitmedium wird an seine Ursprünge als Live-Art zurückgeführt. wir sehen uns morgen wieder macht das deutsche Fernsehen zu einem künstlerischen, gesellschaftlichen, sinnlichen und intellektuellen Medium, um die Anfänge des Fernsehens und die Gegenwart des Theaters auf ein Neues zu erforschen.